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Landwirtschaftsminister hält nichts von Fleisch aus dem Labor

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) ist skeptisch gegenüber im Labor erzeugten Lebensmitteln wie Fleisch aus der Petrischale.

„Grundnahrungsmittel – und dazu gehört auch Fleisch – sind Produkte der Natur. Wenn die Forschung jetzt Fleisch im Labor erzeugt, kann ich verstehen, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher diesem Produkt mit Skepsis begegnen“, sagte Schmidt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Der CDU-Politiker glaubt nicht, dass als zukunftsweisend gehandelte Lebensmittel wie In-vitro-Fleisch, Insekten oder Gemüse aus sogenannten vertikalen Farmen der traditionellen Landwirtschaft irgendwann den Garaus machen könnten: „Vielfalt und regionale Bedeutung der Erzeugnisse werden von den Verbrauchern geschätzt. Gerade die Traditionen der deutschen Landwirtschaft machen ihren Charme und ihre Zukunftsfähigkeit zugleich aus“.

Den Einwand, dass alternative Methoden der Lebensmittelproduktion immer wichtiger werden könnten, um die rapide wachsende Weltbevölkerung auch künftig ernähren zu können, lässt Schmidt nicht gelten. Traditionelle Landwirtschaft bleibe zukunftsfähig, wenn sie „lokal angepasst, umwelt- und sozialverträglich“ sei und die Produktivität auf den zur Verfügung stehenden Flächen gesteigert würde.