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Laura Dahlmeier: „Ich möchte nicht mit Robert Lewandowski tauschen“

Biathletin Laura Dahlmeier würde nicht mit Bayern-Stürmer Robert Lewandowski tauschen.

„Keine Sekunde. Viele Fußballstars haben ja gar kein Privatleben mehr. Die gehen in den Supermarkt und der ganze Laden flippt aus“, sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Bei mir wird das Interesse auch immer größer, aber es hält sich noch in Grenzen“, sagte die 23-Jährige. „Ich möchte ein gutes Stück meiner Privatsphäre behalten.“ Daher sei sie froh, dass sie noch im Haus ihrer Eltern wohne. „Ich habe da eine eigene Wohnung und kann immer mal zum Essen rübergehen. Die perfekte Konstellation.“

Zum Auftakt der Biathlon-WM in Hochfilzen gewann sie mit der deutschen Mixed-Staffel am Donnerstag die Goldmedaille. Am Freitag startet sie im Sprintwettbewerb. Dabei vertraut sie vor allem auf ihre Stärke am Schießstand. „Natürlich habe ich dabei auch ein paar mentale Tricks: Zum Beispiel stelle ich mir im Kopf vor, wie die Scheibe umfällt und es weiß wird. Das Wichtigste ist aber: Ich mache mir einfach nicht so viele Gedanken.“

An das Karriereende denkt Dahlmeier noch nicht. „Wenn ich aufhöre, bin ich vielleicht 30. Ich kann es mir in jedem Fall nicht vorstellen, Biathlon ewig zu machen. So lange wie Herr Björndalen (der Norweger Ole Einar Björndalen, Anm. d. Red.), der im Alter von 42 noch Erfolge gefeiert hat, werde ich es ganz sicher nicht betreiben. Ich mache Biathlon so lange, wie es mir Spaß macht, schließlich ist es meine größte Leidenschaft“, sagte sie dem RND.

Froh ist Dahlmeier, „dass sich mit Biathlon auch gutes Geld verdienen lässt. Und ich finde das auch richtig. Es wird dafür nämlich auch viel gefordert im Zusammenspiel mit Medien und Sponsoren. Dabei muss man auch aufpassen, dass die Privatsphäre nicht leidet. Natürlich wollen alle am liebsten ein Foto, wie ich daheim auf dem Sofa liege. Das wird es aber von mir nie geben.“

Ein großes Ziel hat Dahlmeier abgesehen von WM-Medaillen in diesem Jahr noch: einen Sieg im Gesamt-Weltcup. „Den würde ich sogar fast mit einer Olympiamedaille vergleichen, die ich am liebsten 2018 noch gewinnen will“, sagte die Garmisch-Partenkirchnerin.