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Leipzigs Compper genervt von Hoffenheim-Vergleichen

RB Leipzigs Abwehrspieler Marvin Compper hält seinen aktuellen Klub für gefestigter als seinen ehemaligen Arbeitgeber 1899 Hoffenheim in einer vergleichbaren Situation vor acht Jahren.

„Die Mannschaft ist heute deutlich stabiler. Wir waren damals in Hoffenheim von der schnellen sportlichen Entwicklung überwältigt. In Leipzig forcieren wir die Entwicklung täglich in allen Bereichen“, sagte der 31-Jährige dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Wir sind hier absolut gewillt und vorbereitet, den Weg weiterzugehen und unter keinen Umständen zuzulassen, dass hier etwas Ähnliches passiert wie damals in Hoffenheim.“

Dabei liegen die Parallelen auf der Hand: Compper war 2008 mit 1899 Hoffenheim in die Bundesliga aufgestiegen und hatte in der damaligen Hinrunde die Bayern kräftig geärgert. Acht Jahre später trifft er am Mittwoch erneut mit einem überraschend starken Aufsteiger auf den deutschen Rekordmeister.

Die TSG verlor damals kurz vor der Winterpause mit 1:2 gegen Bayern München und landete am Ende der Saison nur auf Platz sieben. Dass RB in dieser Saison noch ähnlich abrutscht, glaubt Compper nicht. Die sportliche Entwicklung sei in Hoffenheim damals zu schnell gegangen, „der Klub konnte infrastrukturell nicht mithalten. Wir haben damals unter anderem in drei Stadien gespielt. In Leipzig bewegen wir uns in allen Bereichen des Vereins hingegen auf demselben Niveau, wie es die Mannschaft auf dem Spielfeld tut.“

Von dem ständigen Vergleich mit Hoffenheim ist der Leipziger Defensivmann genervt. „Ich möchte, dass man unseren Verein als einen mit einer eigenen Geschichte betrachtet und nicht immer in Relation zu Hoffenheim sieht.“ Und er betont, dass sie in Leipzig zwar von der Punktausbeute überrascht seien, „nicht aber von der Art und Weise, wie wir sie geholt haben. Wir haben uns das ja nicht ergaunert, gut auf dem Platz zu funktionieren oder im Schnitt 115 Kilometer pro Spiel zu laufen. Das ist das Ergebnis harter Arbeit und von einem sehr guten Teamspirit“, sagte er dem RND.

Wenn es am Mittwochabend gegen die Bayern geht, sei es für viele in der Mannschaft das erste Spiel in der Allianz-Arena und damit ein Highlight. Der Tabellenplatz sei den RB-Spielern dabei gar nicht so wichtig, glaubt Compper. „Es ist ein Spiel zum Genießen.“