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Lindner, Nouripour, Bartsch und Barley reagieren auf mögliche Steinmeier-Nominierung

FDP-Chef Christian Lindner zeigte sich enttäuscht über die mögliche Nominierung von Frank-Walter Steinmeier als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten.

„Wir hören ihm jetzt erst einmal zu und trauern, dass es keinen Wettbewerb gibt“, sagte Lindner dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe „lieber alle Kanten und Unterschiede in großkoalitionärer Konsens-Soße ertränkt“, kritisierte der FDP-Chef.

Der Grünen-Außenexperte Omid Nouripour hingegen hält Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier für einen geeigneten Bundespräsidenten-Kandidaten. „Wir Grünen müssen zwar noch miteinander reden. Aber Fakt ist: Steinmeier kann den Job“, sagte Nouripour dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Er könne sich sogar vorstellen, Steinmeier im ersten Wahlgang zu wählen. Das hänge allerdings davon ab, ob die Grünen einen eigenen Kandidaten aufstellen werden. Nach Ansicht Nouripours scheiterte ein gemeinsamer Kandidat von Union und Grünen allein am Widerstand der CSU. „Winfried Kretschmann war für die CSU nicht wählbar“, erklärte der Grünen-Politiker.

Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch kündigte an, seine Partei werde mit einem eigenen Kandidaten in die Bundesversammlung zur Wahl des nächsten Bundespräsidenten ziehen. „Darin sind sich die Führungsspitzen von Fraktion und Partei einig“, sagte Bartsch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Einzelheiten wollte der Linken-Politiker nicht nennen. „Wir werden erst in der kommenden Woche bekannt geben, wen wir gegen Frank-Walter Steinmeier aufstellen werden“, erklärte Bartsch.

SPD-Generalsekretärin Katarina Barley hat euphorisch auf die Nominierung von Frank-Walter Steinmeier als Bundespräsidentenkandidat der großen Koalition reagiert. „Frank-Walter Steinmeier ist der besten Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten den ich mich vorstellen kann“, sagte Barley dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. „Er bringt alles mit, was in diesen Zeiten dafür gebraucht wird: Erfahrung, Besonnenheit und Vernunft“, fügte die Sozialdemokratin hinzu. Steinmeier genieße hohes Ansehen über alle Parteigrenzen hinweg und sei auch bei den Menschen im Land ausgesprochen angesehen und beliebt, sagte Barley, die sich als eine der ersten immer wieder für Steinmeier ausgesprochen hatte. „Wir brauchen eine Persönlichkeit, die sich für den Zusammenhalt stark macht“, so Barley. „Ich bin mir sicher: Frank-Walter Steinmeier wird ein großartiger Bundespräsident.“