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Lindner will Mindestlohn für Flüchtlinge aufweichen

Damit Flüchtlinge schneller in den deutschen Arbeitsmarkt integriert werden können, fordert FDP-Chef Christian Lindner, dass die Mindestlohnregelung für sie mindestens sechs Monate ausgesetzt wird.

FDP-Chef Christian Lindner will den Mindestlohn für Flüchtlinge aufweichen. Ziel sei es, dadurch vor allem junge ausländische Männer schneller als bislang in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren, sagte Lindner dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dem 30 deutsche Tageszeitungen angehören. Wichtig seien weniger Bürokratie und das Aussetzen der Mindestlohnverpflichtung für mindestens die ersten sechs Monate der beruflichen Tätigkeit.

Lindner warf Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) vor, Flüchtlinge als Langzeitarbeitslose einordnen zu wollen, "um dann durch die Hintertür den Mindestlohn aussetzen zu können". Das zeige, wie sehr Nahles "den Arbeitsmarkt verrammelt und bürokratisiert hat", erklärte der FDP-Chef weiter.