English
Menü

Linke fordert bessere Betreuung von jugendlichen Flüchtlingen

Nach der Tat von Freiburg fordert die Linkspartei bessere Standards bei der Betreuung minderjähriger unbegleiteter Flüchtlinge. „Oft ist nicht die geringste Betreuung gegeben", warnt die linke Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke.

„Wir brauchen bundesweit ein hochwertiges Vormundschaftssystem für die Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen“, sagte die linke Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. In der Praxis variiere die Betreuungsqualität stark, so Jelpke weiter. „Oft ist nicht die geringste Betreuung gegeben und die jungen Geflüchteten werden jugendliche Asylsuchende erst mal monatelang im Asylverfahren geparkt. Es gibt sogar Pläne zur Einschränkung der Jugendhilfe in Bezug auf minderjährig unbegleitete Flüchtlinge. Das Kindeswohl ist jedoch kein Bereich in dem gespart werden darf.“

Kritik äußere die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag auch an der Praxis, minderjährige Flüchtlinge nur als subsidiär schutzbedürftig einzustufen und ihnen damit den Familiennachzug für zwei Jahre zu verwehren. „Viele Kinder und Jugendliche sind schon durch ihre Fluchterlebnisse traumatisiert“, so Jelpke. „Wie sollen sie bei uns zurechtkommen, wenn Sie wissen, dass Eltern und Geschwister noch in Kriegsgebieten leben?“