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Martin Suter: Fortschritt bei Gentechnik lässt sich nicht aufhalten

In seinem neuen Buch „Elefant“ lässt Autor Martin Suter einen kleinen rosa Dickhäuter im Dunkeln leuchten – ein fragwürdiges Genexperiment hat’s möglich gemacht.

Dennoch sieht der Autor Gentechnik nicht zwingend als kritischen Eingriff in die Natur. Dem RedaktionsNetzwerk Deutschland sagte der Schweizer: „Das Heilen von Krankheiten und das Erhalten von Leben kann ja auch als Respektsbezeugung gegenüber der Natur betrachtet werden.“ Man könne und solle den wissenschaftlichen Fortschritt nicht verbieten. Zugleich müsse man sich aber darüber klar sein, dass „der Versuch, ihm Grenzen zu setzen, mit größter Wahrscheinlichkeit scheitern wird“.

Der Gedanke vor einer genetischen Entschlüsselung des Menschen erfülle ihn „mit Angst vor dem Schindluder und mit Hoffnung auf den verantwortungsvollen Umgang damit“, sagte Suter. Über das in der Gentechnik-Debatte oft zitierte Ideal der Unsterblichkeit sagte Suter dem RND: „Ich weiß nicht, ob die Unsterblichkeit ein so erstrebenswertes Ziel ist, irgendwann hat man wohl vom Leben die Nase voll. Aber die Vorstellung, diesen Zeitpunkt ganz alleine bestimmen zu können, ist schon sehr verlockend.“

Das Buch „Elefant“ erscheint am 18. Januar im Diogenes Verlag