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Müller finanziert Ausbildung junger Menschen in Afrika

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) legt ein Ausbildungsprogramm für junge Menschen in Afrika auf. Mit der Hilfe im Umfang von 38 Millionen Euro will er ihnen eine Bleibeperspektive geben.

Mit rund 15 Millionen Flüchtlingen ist Afrika, neben Asien, der große Flüchtlingskontingent. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) will mit einem Ausbildungsprogramm im Umfang von 38 Millionen Euro Bleibeperspektiven fördern. „Wir machen die berufliche Ausbildung zu einem Schwerpunkt unserer Arbeit in Afrika“, sagte er gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, RND. „Die Zahl der Afrikaner wird sich bis 2050 verdoppeln, schon heute ist die Hälfte der Bevölkerung vielerorts unter 18 Jahren.“

Jeder zweite Jugendliche sei in vielen Regionen ohne Ausbildung und Arbeit. „Investitionen in die Jugend Afrikas sind deshalb Investitionen in die Zukunft, auch in unsere Zukunft, wenn wir auf die Flüchtlingskrise sehen.“

Die EU-Staaten rechnen damit, dass sich wegen der anhaltenden Perspektivlosigkeit insbesondere für die jungen Menschen schon bald wieder eine Flüchtlingswelle nach Europa in Bewegung setzen wird. Schon jetzt möchte die EU mehr abgelehnte Asylbewerber aus Afrika in ihre Heimatländer abschieben und erreichen, dass weniger Menschen von dort fliehen. Auf dem heute beginnenden EU-Afrika-Gipfel auf Malta sollen Maßnahmen beschlossen werden, um beispielsweise durch Wirtschaftspartnerschaften die Lebensbedingungen in den afrikanischen Staaten zu verbessern.