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Nach dem Urteil gegen Safia S.: Vater spricht von „Schauprozess“

Der Vater der verurteilten Safia S. hat schwere Vorwürfe gegen die Justiz erhoben.

Der Prozess gegen seine Tochter sei ein „Schauprozess“ gewesen, sagte Robin S. dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): „Wäre sie ein Punker-Mädchen gewesen, hätte sie höchstens zwei Jahre bekommen.“ Der Messebauer aus Hannover ist davon überzeugt, dass seine Tochter das Attentat auf einen Polizisten im Bahnhof von Hannover längst bereut. „Sie ist aufgewacht, das alles tut ihr sehr leid“, erklärte er.

Die Hinwendung zum gewaltbereiten Islamismus müsse sich binnen kurzer Zeit vollzogen haben. „Das muss in wenigen Wochen passiert sein. Ihr selbst war nichts anzumerken, sie war normal, wie immer“, sagte S., der nach eigenen Angaben seit Safias Geburt von ihrer Mutter getrennt lebt, mit seiner Tochter aber bis zu ihrer Inhaftierung regelmäßig in Kontakt gestanden habe. Nach seiner Einschätzung ist sie keine radikale Islamistin: „Sie hat Kopftuch getragen, aber sie war auch Fan von Justin Bieber und hat Fußball gespielt. Man muss ihr noch eine Chance geben“, sagte er.