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Neururer: Ich verdanke die Trainer-Karriere meiner Frau

Kult-Fußball-Trainer Peter Neururer hat erst mit Hilfe seiner Frau seine Karriere gestartet. Sie finanzierte die Ausbildung.

Im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dem auch diese Zeitung angehört, schildert der 60-Jährige, wie er kurz zuvor an einem Tag 120.000 Mark an einem Tag verloren hatte: Ich hatte einige Tennisschulen. 240 Schüler, von denen ich die Kursgebühren immer im Vorfeld kassiert habe, vierteljährlich. Dann hatte ich 120.000 Mark in der Tasche, fahre zum Fußballtraining – und breche mir die Haxen. Für die Tennisstunden, die ich normal selbst gegeben hätte, musste ich Leute einstellen. Und genau in dieser Zeit kriege ich einen an der Waffel!“

Erst habe er 80.000 Mark in einem Casino verzockt, dann habe er sich von einem Taxifahrer dahin fahren lassen, „wo richtig die Hütte brennt. Wie im Film, so ein Laden, aus dem Rauch kommt, ein Hinterzimmer. Die haben gemerkt, dass ich Amateur bin, haben mich angefüttert – und dann ausgenommen. Plötzlich hatte ich Schulden“, sagt Neururer. Damals lernte er seine Frau kennen, die ihm die A-Lizenz als Trainer finanzierte.

Neururer schildert im RND-Interview auch, wie er im Juni 2012 beim Golfen einen Herzinfarkt erlitt: „Ich war tot. Ich weiß jetzt, wie sich der Tod anfühlt: Man fühlt nichts. Gar nichts. Kein Traum, kein Licht, keine Dunkelheit. Null.“ Seitdem rauche und trinke er nicht mehr. Seine Bilanz: „Eigentlich habe ich immer Glück gehabt im Leben! Ich bin 60, fühle mich wie 30 – und habe gelebt wie 120.“