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Nur zehn Prozent der Studenten finden Wohnheim-Platz

In Deutschland fehlen bezahlbare Wohnungen für Studenten. Gebaut wird zwar genug, allerdings meist nur im für Studierende unerschwinglichen Luxussegment.

"Nur knapp zehn Prozent der Studierenden wohnen derzeit in öffentlich geförderten Wohnheimen", heißt es in einer Antwort von Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) auf eine Anfrage der Linken im Bundestag. Das Papier liegt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland exklusiv vor. Das Ministerium beruft sich auf Angaben des Deutschen Studentenwerks. Demnach kamen im vergangenen Jahr auf 2,8 Millionen Studenten nicht einmal 240.000 Plätze in Studentenwohnheimen.

Linken-Vizefraktionschefin Caren Lay forderte ein beschleunigtes Bund-Länder-Programm mit 45.000 neuen Wohnheimplätzen in den nächsten vier Jahren. Studenten, die zu Beginn eines Semesters in Turnhallen oder Hotels übernachten müssten, seien bereits seit vielen Jahren Realität. "Gebaut wird viel, leider jedoch fast nur im Luxussegment", erklärte die Linken-Politikerin.