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Omar Sy fordert mehr Gemeinsinn in der Flüchtlingskrise

Der französische Schauspieler und Comedian Omar Sy fordert von den reichen Industrienationen größeren Gemeinsinn in der Flüchtlingskrise – und mehr Empathie für die Flüchtenden.

„Der Reichtum muss besser verteilt werden. Die Menschen müssen die Möglichkeit haben, in ihren jeweiligen Ländern glücklich zu sein. Wenn nicht, werden sie kommen. Wir würden dasselbe tun“, sagte Sy dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Der Sohn eines Senegalesen und einer Mauretanierin wuchs in einer Pariser Vorstadt auf und kann die Nöte der Flüchtlinge gut verstehen: „Sie verlassen ihre Länder, ihre Familien, sie verlassen alles, was sie ausmacht. Das ist hart. Sie brauchen Hilfe. Das müssen wir uns immer wieder klarmachen“, sagte Sy, dessen Rolle in der französischen Komödie „Ziemlich beste Freunde“ den 38-Jährigen 2011 weltberühmt machte.

Politisches Engagement erachtet Sy für wichtig, aber es erfordere Mut, als Künstler Stellung zu brisanten Fragen zu beziehen: „Schauspieler haben in den Augen des Publikums ein bestimmtes Image, politische Äußerungen passen nicht unbedingt dazu.“ Derzeit ist Omar Sy in dem Drama „Monsieur Chocolat“ zu erleben, das die Geschichte des ersten schwarzen Clowns in Frankreich erzählt.