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Oppermann: SPD will sich bei Bundestagswahl nicht von russischen Hackern oder Trump stoppen lassen

Die Sozialdemokraten wollen keinen populistischen Bundestagswahlkampf führen. Den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) sagte SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann: „Unsere Antwort auf Trump und AfD kann nicht der Populismus von links sein.“

Populismus arbeite immer mit Ressentiments. Das lehnten die Sozialdemokraten entschieden ab. „Richtig ist allerdings: Ernsthafte Politik muss populärer werden. Wir werden das bei der Auswahl unseres Spitzenkandidaten im Auge behalten“, so Oppermann. Für die SPD gelte: „Wir gehen mit großer Zuversicht in diesen Wahlkampf und werden uns auch nicht von russischen Hackern stoppen lassen.“

Dass die Kanzlerin als möglicher Widerpart zum neuen US-Präsidenten Donald Trump bei der Bundestagswahl profitieren wird, wies Oppermann zurück. „Wenn Angela Merkel auf Trumps Hilfe angewiesen ist, wäre es schlecht um sie bestellt.“ Klar sei aber, dass Trump „schwer kalkulierbar“ sei und dass er „davon lebt, Unruheherde zu schaffen“. Er hoffe sehr,“ dass sich Europa von Trump nicht spalten lässt und sich auf seine eigenen Stärken besinnt“, sagte Oppermann.

Die Flüchtlingskrise treibe die Union bis heute um und selbst in die Krise, meinte der SPD-Politiker mit Blick auf den Wahlkampf. In der großen Koalition, so seine Auffassung, habe die SPD die Richtung bestimmt und die CDU „bei der SPD meistens abgekupfert“. Das habe „viele bodenständige Konservative in Deutschland verstört, weil ihnen die Union keine politische Heimat mehr bieten konnte“, sagte Oppermann dem RND. Jetzt versuche die CDU die Kehrtwende. „Frau Merkel geht diesen Weg halbherzig mit, keiner weiß aber, wie sie wirklich denkt. Ich zweifle, ob es so der Union gelingt, AfD-Wähler zurückzugewinnen.“