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Peter Stöger: Für immer 1. FC Köln? „Warum nicht?“

Peter Stöger kann sich vorstellen, ewig für den 1. FC Köln auf der Trainerbank zu sitzen. „Grundsätzlich sage ich: Warum nicht? Ich fühle mich sicher und gut aufgehoben. Aber die richtig großen sportlichen Krisen haben wir ehrlicherweise auch noch nicht gehabt“, sagte er im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Der FC steht als Siebter der Fußball-Bundesliga vor dem Sprung in die Europa League. Sollte es am Ende mit Europa klappen, „wäre das für mich ein größerer Erfolg als die Meisterschaft mit Austria Wien“, sagt Stöger. Das Image beim FC hat sich auch durch den Erfolg verändert, wie Stöger findet: „Wir sind kein Karnevalsverein mehr.“  
Das kölsche Leben hat der Österreicher verinnerlicht. Er sei zwar kein kölscher Jung, wie er im RND-Interview sagt, aber „natürlich weiß ich auch bezogen auf Stimmungen unserer Fans in dieser Stadt: Wo viel Liebe ist, ist auch viel Schmerz. Aber dieses Umfeld muss man genießen, auch wenn das nicht immer einfach ist.“  
Dass er auch in der Stadt erkannt wird, stört den 50-Jährigen nicht – im Gegenteil. „Diese Stadt ist positiv verrückt und wo du bist, sind FC-Fans. Sie sprechen dich an, möchten am liebsten ein Kölsch mit dir trinken und Selfies machen. Aber das ist kein Problem für mich. Wenn ich das an einem Tag mühsam fände, esse ich halt zu Hause. ,Heute keine Fotos!‘ - das geht nicht.“ 
Doch es gibt auch Momente, in denen sich der Kölner Trainer zurückzieht. „Ich mag Fußball wirklich gern. Aber ich lebe Fußball nicht 24 Stunden. Ich bin auch Privatmensch - und wenn ich Lust habe, mal auszugehen, dann gehe ich aus. Auch in Läden, von denen man es vielleicht nicht denken würde: ob das ein Burgerladen ist, ein Italiener ohne viel Schnickschnack oder einfach eine urkölsche Kneipe.“