English
Menü

RND druckt exklusiv Auszüge aus Gerd-Müller-Buch

In einer dreiteiligen Serie druckt das RedaktionsNetzwerk Deutschland exklusiv Auszüge aus dem neuen Gerd-Müller-Buch, das am 12. Oktober erscheint.

Das Bekanntwerden der Demenz-Erkrankung Gerd Müllers hat die Sportwelt erschüttert. In einer dreiteiligen Serie druckt das RedaktionsNetzwerk Deutschland, zu dem mehr als 30 Tageszeitungen gehören, exklusiv Auszüge aus dem neuen Gerd-Müller-Buch (Gerd Müller, Der Bomber der Nation, riva), in dem sich seine wichtigsten Weggefährten äußern.

Geschrieben haben das Buch die RND-Autoren Patrick Strasser und Udo Muras. Auch Bayerns Ex-Präsident Uli Hoeneß äußert sich ausführlich. „Es ist furchtbar. In den letzten Jahren kam er noch relativ regelmäßig an die Säbener Straße, ließ sich von den Physiotherapeuten behandeln, fuhr zu den Spielen der zweiten Mannschaft mit, dann aber kam die Demenz“, sagt er.

Weitere Auszüge aus Teil eins der Serie, in dem es um den Fortschritt der schrecklichen Krankheit geht:

Selbst Alltagsroutinen wie die körperliche Hygiene oder kleine Besorgungen stellen Gerd Müller inzwischen vor große Schwierigkeiten.

Von der zweiten Saisonhälfte 2012/2013 fiel es Müller aufgrund seiner vorangeschrittenen Krankheit immer schwerer, seinen Aufgaben als Assistenztrainer der zweiten Mannschaft nachzukommen. Dennoch kam er weiter an die Säbener Straße, um sich auf dem Fahrradergometer ein wenig sportlich zu betätigen, in die Sauna zu gehen und sich bei der Massage zu entspannen. Die Spieler behandelten ihn weiter respektvoll, Müller blieb einfach Teil der Bayern-Familie. Bei den Heimspielen saß er auf der Trainerbank, an den Besprechungen in der Kabine nahm er jedoch nicht mehr teil. Gerd Müller hatte man inzwischen einen eigenen Fahrer zur Seite gestellt, er reiste nicht mehr mit dem Mannschaftsbus.

Wenn er aus seinem vertrauten Umfeld gerissen wurde, begannen allerdings die Schwierigkeiten. „Noch vor einigen Jahren konnte Gerd detailliert aus Spielersitzungen von der WM 1974 erzählen oder zum Beispiel vom damaligen Bankett, wer was gesagt hat, wer an welchem Tisch saß“, erinnert sich Mehmet Scholl. „Deshalb ist das ja alles so tragisch“, fügt der Ex-Profi hinzu.

„Als ich Gerd letztens wieder einmal besucht habe, hat er mich erkannt, das habe ich gespürt“, erzählt Hermann Gerland, der mit Müller viele Jahre die Amateure betreute. „Ich hab ihm dabei Grüße von seinen ehemaligen Spielern ausgerichtet, speziell von Thomas Müller, David Alaba und Bastian Schweinsteiger. Da kamen Gerd die Tränen. Er hat geweint.“