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SPD-Politiker Kahrs: VW-Kurzzeit-Ethikchefin soll Millionen-Abfindung spenden

Der Sprecher des konservativen Seeheimer Kreises in der SPD, Johannes Kahrs, hat die Verantwortlichen bei VW aufgefordert, „die unverschämt hohen Vorstandsgehälter und die noch viel unverschämt höheren Abfindungen“ zu stoppen.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Vorstand und Gewerkschaften“ bei VW müssten endlich gemeinsam klären, „was an Zahlungen überhaupt noch vertretbar ist“, sagte Kahrs den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland.

Hintergrund ist die Debatte um die Millionen-Abfindung für die Kurzzeit-Ethikchefin im VW-Vorstand, Christine Hohmann-Dennhardt. Die 66-Jährige war nur etwas mehr als ein Jahr im VW-Vorstand, ihren Abschied bekommt sie offenbar mit mehr als 12 Millionen Euro versüßt.

Großaktionär bei VW ist die SPD-geführte rot-grüne Landesregierung in Niedersachsen. Sollte es keine Korrekturen geben, dann müsste die Politik darüber nachdenken, derartige Abfindungen „einfach mal richtig zu besteuern“, meinte Kahrs. An das SPD-Mitglied Hohmann-Dennhardt appellierte er, „sie sollte sich überlegen, wie sie einen Großteil der Abfindung einem sozialen Zweck zuführen kann“.

„Da ist vieles aus den Fugen geraten, nicht nur bei VW“, sagte SPD-Vize Ralf Stegner dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Kurzfristig sei es richtig, dass die Landesregierung neue Regeln durchsetzen wolle. „Aber wirklich etwas ändern können wir nicht in einzelnen Unternehmen, sondern wir müssen an das System ran“, betonte Stegner.