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SPD fordert von Merkel Klarheit über Frühwarnsystem

Die SPD fordert von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schnellstmöglich Klarheit über das von ihr vorgeschlagene Frühwarnsystem zur Erkennung radikalisierter Flüchtlinge.

„Ich bin gespannt, was Frau Merkel mit diesem Frühwarnsystem meint“, sagte die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende, Eva Högl, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Gehört habe sie von dem Vorhaben noch nie, so die Innenpolitikerin. „Die Kanzlerin muss ihre Pläne jetzt schnell konkretisieren.“ 

Ideen, wie man radikale Tendenzen frühzeitig erkennen oder ihnen sogar vorbeugen könne, gebe es genug, sagte Högl. „Wir brauchen viel mehr Angebote für die psychologische und psychiatrische  Betreuung von Flüchtlingen“. Auch Menschen, die täglich mit Flüchtlingen zu tun hätten, etwa Lehrer, Beschäftigte in Unterkünften und Ehrenamtler benötigten mehr Unterstützung. „Die Helfer brauchen Supervision und müssen geschult werden, um radikale Tendenzen zu erkennen“, forderte die SPD-Politikerin. Auch die Moscheevereine seien in der Pflicht. „Die islamischen Gemeinden merken als erste, wenn eine Entwicklung in die falsche Richtung läuft und müssen deshalb in einem Frühwarnsystem eine wichtige Rolle spielen“, sagte Högl.