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SPD warnt zum 1. Mai vor neuem „Digitalprekariat“

Vor dem Tag der Arbeit am 1. Mai hat SPD-Chef Sigmar Gabriel bessere soziale Standards für Arbeit im Internet gefordert.

„Wir dürfen nicht zulassen, dass das digitale Outsourcing von Dienstleistungen zur Aushöhlung von Mindestlohn und Kündigungsschutz  führt“, sagte Gabriel den Zeitungen  des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Auch Dienstleister, die ihre Arbeit auf digitalen Plattformen anbieten, müssten angemessen bezahlt werden und eine anständige Sozialversicherung bekommen. „Flexibilität und Fairness gehören zusammen“, sagte Gabriel. „Das flexible Clickworking darf nicht zur Selbstausbeutung führen.“

Immer mehr Firmen schreiben Aufgaben über Internetplattformen aus. Sie stückeln Aufgaben und verteilen sie auf Crowdworker, die im Netz um Jobs konkurrieren. Oft unterbieten dann etwa Programmierer, Grafiker oder Übersetzer einander gegenseitig im Preis.

Diese Tendenz berge sozialpolitischen  Sprengstoff, sagt der SPD-Chef. „Wir wollen kein scheinselbständiges Digitalprekariat am Rande der Gesellschaft. Auch Web-Jobber hätten Anspruch auf Rente und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. „Eine erfolgreiche Industrie 4.0. braucht eine faire Arbeit 4.0.“