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Sibylle Lewitscharoff möchte Leben retten

Die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff (62) wünscht sich, einmal jemandem das Leben zu retten. Gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland äußerte sich die Büchnerpreisträgerin auch zur Fu0ball-EM.

Dem RedaktionsNetzwerk Deutschland sagte Sibylle Lewitscharoff: „Ich würde gerne mal jemanden retten, der in Lebensgefahr schwebt. Wenn ich da mit Klugheit und Tapferkeit eingreifen könnte – das wäre schon toll.“

Im Vorfeld der EM sagte die Büchnerpreisträgerin: „Der Fußballheld ist eine moderne Version des unkriegerischen Kriegers. Er bringt Erstaunliches zustande, nur eben nicht mit dem Schwert, sondern mit dem Ball.“ Insofern sei es eine zivilisatorische Leistung, dass man Männer dazu bringe, auf einem Feld herumzulaufen, statt sich abzuschlachten.

Lewitscharoff zeigte sich bestürzt angesichts zunehmender Hassäußerungen im Internet: „Ich finde es sehr unbehaglich, dass man im Internet nicht für seine Aussagen einstehen muss. Weil ich selbst auch mal recht scharf im Ton werde, finde ich es nicht schlimm, wenn es scharf zurückkommt. Das entspricht meinem Charakter.“ Die Massivität der Reaktionen auf ihre höchst umstrittene Kritik an der Reproduktionsmedizin 2014 hätten sie aber doch verblüfft. Sie hatte darin unter anderem Retortenbabys als „Halbwesen“ bezeichnet. Kritiker forderten daraufhin, ihr den Büchnerpreis abzuerkennen.