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Sophie Hunger flunkert gerne

Die Schweizer Sängerin erzählt statt der Wahrheit lieber auch mal eine gute Geschichte. "Atemlos durch die Nacht" würde die Songschreiberin nicht in ihren Liedtexten verwenden. Der Begriff "Heimat" ist ihr fremd.

Die Schweizer Sängerin und Songschreiberin Sophie Hunger kann wenig mit dem Begriff "Heimat" anfangen. Im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dem mehr als 30 Zeitungen angehören, gestand Hunger: "Ich glaube, ich habe keinen einzigen 'Heidi'-Film gesehen. Da hat mir wohl jeder Schweiz-Tourist einiges voraus."

Hunger, die ihre Lieder auf Deutsch, Englisch, Französisch und Schweizerdeutsch singt, spricht sich für klare, einfache Formulierungen aus. In der Schweiz gälten Menschen, die sich absichtlich kompliziert ausdrückten, als "nicht außergewöhnlich intelligent".

Die Songschreiberin ist ständig auf der Suche nach Worten, die vibrieren. Deshalb käme ein Satz wie "Atemlos durch die Nacht" nicht in ihren Liedern vor. Zur Wahrheit hat sie ein ambivalentes Verhältnis, sie würde gerne auch mal eine Geschichte erzählen, die mehr über sie erzähle als nur die Wahrheit: "Ich finde das Spiel mit fremden Identitäten nicht schlimm."