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Spahn: CDU muss im Wahlkampf für die deutsche Leitkultur kämpfen

CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn hat an seine Partei appelliert, „nicht jede Form von kultureller Veränderung als Bereicherung“ zu verstehen.

In einem Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) sagte Spahn: „Unsere Leitkultur ist ein einigendes Band.“ Dazu gehöre weder die Kinderehe noch die Vollverschleierung. „Wir müssen auch damit aufhören, immer nur Randthemen zur Bewährungsprobe für den Rechtsstaat zu erklären.“ Jeder, der in Deutschland lebe, habe ein Recht auf Geborgenheit. „Wer scheinbar heikle Themen immer nur mit Samthandschuhen anfasst und Angst vor klaren Aussagen hat, der schafft nicht mehr Zusammenhalt.“ Im Gegenteil würde damit vielmehr nur Spaltern Tür und Tor geöffnet.

Zum nächsten Bundestagswahlkampf sagte Spahn, diesmal gehe es nicht um „eine Wellness-Veranstaltung“ wie beim letzten Mal, sondern um Unterscheidbarkeit und um ein klares Profil. „Wenn uns das nicht gegenüber der SPD gelingt,  dann sucht man im Zweifelsfall den ganz großen Unterschied an den Rändern“, sagte er dem RND. Der CDU-Politiker forderte CDU und CSU auf, im Wahlkampf ein Team zu bilden, um die ganze Breite der Themen abzubilden. „Mit der Kanzlerin als Kapitän.“

Auf die Frage, wann Deutschland reif sei für einen schwulen Bundeskanzler, sagte der bekennende Homosexuelle Spahn: „Er sollte gut sein. Ob er schwul ist, ist doch egal.“ Entscheidend sei aber, dass Deutschland mit Angela Merkel eine sehr erfolgreiche Kanzlerin habe. „Ich kämpfe dafür, dass es Deutschland auch weiterhin so gut geht. Mit Angela Merkel an der Spitze.“