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Streit um Abschiebungen: Caffier attackiert Parteifreund Tauber

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier hat CDU-Generalsekretär Peter Tauber scharf attackiert. Caffier warf seinem Parteifreund vor, den Ländern "realitätsferne Forderungen" zu stellen.

"Wir können niemals 1000 ausreisepflichtige Flüchtlinge pro Tag abschieben", sagte Caffier dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dem mehr als 30 Tageszeitungen angehören. Die Genfer Menschenrechtskonvention, fehlende Pässe, ein hoher Krankenstand und zu wenig Personal bei der Bundespolizei ließen dies einfach nicht zu.

"Und dann kommt irgendein Prophet daher und formuliert aberwitzige Forderungen. Ich biete Herrn Tauber gern an, an einer Abschiebung teilzunehmen, um sich endlich selbst ein Bild von der Realität zu machen", erklärte Caffier, der Landesvorsitzender der CDU Mecklenburg-Vorpommern ist. Gegenseitige Schuldzuweisungen zwischen Bund und Ländern würden niemandem helfen. "Wir dürfen der Bevölkerung nichts versprechen, was wir anschließend nicht einhalten können. Andernfalls verliert die Politik ihre Glaubwürdigkeit", sagte der Minister weiter.