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Sylvia Schenk: "Frauen bringen Bewegung in die Fifa"

Sylvia Schenk, Sportexpertin bei Transparency International, unterstützt den Plan einer Frauenquote bei den Toppositionen im Fußball-Weltverband Fifa.

"Sie würden die vorhandenen Männernetzwerke stören, das sorgt für Bewegung", sagte die Korruptionsbekämpferin dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), zu dem mehr als 30 Tageszeitungen gehören. Beim außerordentlichen Fifa-Kongress stimmen die mehr als 200 Delegierten am Freitag auch über ein umfassendes Reformpaket ab. Ein Bestandteil: Jeder Kontinentalverband soll eine Frau in das neue Fifa-Council entsenden.

Insgesamt sieht Schenk die von Korruptionsskandalen belastete Fifa auf einem guten Weg: "Wenn ich die Fifa aufgeben würde, würde ich die Welt aufgeben", sagte die 63-Jährige dem RND. In der Fifa spiegelten sich nur die Probleme wieder, die es weltweit mit Korruption gebe. "Als Vorreiter muss die Fifa einfach reformiert werden. Wichtige Schritte dafür sind schon eingeleitet. Einigen Personen traue ich zu, für eine neue Fifa zu sorgen."

Auch den vom Deutschen Fußball-Bund unterstützten Kandidaten für die Nachfolge Sepp Blatters als Fifa-Präsident, den Uefa-Generalsekretär Gianni Infantino, sieht Schenk als bereit zu Neuerungen: "Festzuhalten ist, dass die Uefa lange nicht durch Reformeifer aufgefallen ist. In der Fifa-Reformkommission ab letzten Herbst haben die beiden Europäer, und einer davon war Infantino, aber eine wichtige Rolle gespielt. Man muss sehen, mit welcher Dynamik er Reformen vorantreiben und ob er sich freischwimmen kann."