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Thierse fordert kritischere Haltung gegenüber Putin

Der frühere Bundestagspräsident und SPD-Politiker Wolfgang Thierse hat zu einer kritischeren Haltung gegenüber Russland im Syrien-Krieg aufgerufen.

„Wir müssen nicht alles hinnehmen. Jedenfalls nicht schweigend. Haben wir nichts zu sagen, wenn auf Zivilisten Tag und Nacht Bomben niederregnen?“, schreibt Thierse in einem Meinungsbeitrag für die Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland.

Tausende hätten in Deutschland auf den Straßen gegen die Verbrechen des syrischen Diktators Assad und des russischen Präsidenten Putin protestieren müssen. Stattdessen hätten die paar Hundert, die es gewagt haben, sich selbst den Vorwurf eingehandelt, Kriegstreiber zu sein. „Einfach nur, weil unser Protest sich gegen Putin richtete“, beklagt Thierse. Viele Menschen hofften, dass ziviler Protest Politiker in einer Demokratie wie Deutschland oder den USA berühren kann. „Mit Blick auf Putin glaubt das niemand“, schreibt Thierse.