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Thomas Gottschalk will mit neuer Show ernsthafter werden

TV-Showmaster Thomas Gottschalk (66) hat genug vom reinen Unterhaltungsfernsehen. Und bemüht dagegen sich mit seinem neuen TV-Format "Mensch Gottschalk" um Relevanz.

„Ich habe keine Lust mehr auf dieses Erregungsfernsehen, diesen Zwang, immer ,the biggest show ever‘ machen zu müssen“, sagte der frühere „Wetten, dass…?“-Moderator  dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Ich war zuletzt immer Opfer von Produzenten mit flackernden Augen.“

In seiner neuen RTL-Liveshow „Mensch Gottschalk – Was Deutschland bewegt“, die am Sonntag um 20.15 Uhr erstmals ausgestrahlt wird, will er auch „harten Themen“ wie Krebs und Terrorangst Platz einräumen. „Erst dachte ich: Krebs? Am Sonntagabend? Um Himmels willen! Aber es hat halt jeder Zweite in seinem Leben damit zu tun.“

Er selbst sieht sich in der Rolle des „interessierten Suchenden in unsicheren Zeiten“, sagte er. „Ich war immer ein meinungsfreier Moderator, ich musste nie Position beziehen. Jetzt habe ich nicht mehr diese Ängstlichkeit, es mir mit jemandem zu verscherzen.“ Er hoffe darauf, „der Realität wieder einen Platz im Fernsehen zu verschaffen“. Vertreter der Alternative für Deutschland (AfD) werde er allerdings nicht einladen: „Nachdem ich damals an Franz Schönhuber gescheitert bin, werde ich mir jetzt nicht Frauke Petry antun.“