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Tillich und Woidke nehmen Osten gegenüber dem Vorwurf des Rechtsextremismus in Schutz

Die Ministerpräsidenten von Sachsen und Brandenburg, Stanislaw Tillich (CDU) und Dietmar Woidke (SPD), haben die Ostdeutschen gegen den Vorwurf der besonderen Neigung zum Rechtsradikalismus verteidigt.

„Die überwältigende Zahl der Menschen ist im Osten genauso wie im Westen weltoffen, tolerant und demokratisch“, sagte Tillich den Zeitung des RedaktionsNetzwerks Deutschland. Dass es besonders heftige Debatten und eine starke Verunsicherung gebe, „hängt aber auch mit den Transformationserfahrungen der Menschen zusammen, zu denen über Jahre Arbeitslosigkeit, eine geringere Absicherung und immer wieder Veränderungen gehörten“.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sagte dem RND zur Bilanz im Einheitsbericht der Bundesregierung: „Alle Rechtsextremen, die schwarz-rot-goldene Fahnen schwingen, verunglimpfen unsere gesellschaftlichen Werte. Eine einseitige Fokussierung auf die Zunahme von rechtsextremen Übergriffen in Ostdeutschland wird der Situation aber nicht gerecht.“