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Tobias Rau: "Das Fußballgeschäft ist eine Scheinwelt"

Der ehemalige Nationalspieler Tobias Rau rechnet mit dem Fußballgeschäft ab: "Das Fußballbusiness wird sich nie ändern, selbst der Suizid von Robert Enke hat daran nichts geändert."

Rau sagte weiter: "Es ist eine Scheinwelt, die keine Schwäche zulässt. Mitgefühl und Menschlichkeit haben keinen Platz", sagte der 34-Jährige dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dem mehr als 30 Tageszeitungen angehören.

Rau, früher Profi unter anderem beim FC Bayern München, hatte 2009 völlig überraschend im Alter von 27 Jahren seine Karriere beendet, um Lehrer zu werden. Bis heute hat er diesen Schritt nicht bereut: "Ich wollte für den Rest meines Lebens das tun, was mir Spaß macht. Auch wenn Profifußballer ein Traumberuf ist – das Leben in diesem Geschäft hat mir gereicht."

Der siebenmalige Nationalspieler genießt sein neues Leben als Lehrer an der Mamre-Patmos-Schule in Bielefeld: "Für mich ist es eine Aufgabe mit Sinn: mit Schülern zu arbeiten, zu erklären, Lerninhalte pädagogisch aufzubereiten – ein unfassbarer Unterschied zum Profisportlerleben", sagte Rau dem RND. Von seinen ehemaligen Trainern traut er am ehesten Ottmar Hitzfeld den Lehrerjob zu: "Er war ein toller Pädagoge, konnte super eine Gruppe anführen."