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Trainerlegende Feldkamp kritisiert Reformpläne im DFB-Pokal

Trainerlegende Karl-Heinz Feldkamp hält nichts von einer Reform des DFB-Pokals. Durch Freilose für die großen Klubs in der ersten Runde lasse man „aus dem Pokal die Luft raus“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) in einem Interview.

Der 81-Jährige, der als einziger Trainer mit drei verschiedenen Vereinen den DFB-Pokal gewonnen hat, befürchtet dadurch eine Abwertung des traditionsreichen Wettbewerbs: „Der DFB-Pokal ist doch spektakulär, weil er vom Kreispokal über den Landespokal allen die Möglichkeit gibt, bis nach Berlin zu fahren. Ich fände es lächerlich, wenn dann bei einer Auslosung auf einmal neun, zehn Vereine fehlen.“

Feldkamp plädiert dafür, die Amateure bei allen Reformplänen nicht zu vergessen. Sie seien es schließlich, die den Fußball im Land tragen. Der Trainer im Ruhestand zum RND: „Man redet so viel über die Basis, dann bitte lassen wir den Pokal auch so, wie er ist.“ 

Das Pokalfinale zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund will Cup-Experte Feldkamp am Sonnabend in seinem Haus in Andalusien vor dem Fernseher verfolgen. „Wenn ich mich bemüht hätte, wäre ich aber an eine Karte gekommen“, sagte er. Das Aufeinandertreffen der beiden deutschen Großklubs bezeichnet er als „ein Spiel, das viel verspricht. Da ist Brisanz drin.“