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Trapattoni: „Ich glaube nicht an Spanien“

Vor dem Achtelfinale zwischen Italien und Spanien bei der Fußball-EM in Frankreich traut der ehemalige Fußballtrainer Giovanni Trapattoni den Italienern nach dem erfolgreichen Turnierstart eine gute Rolle zu.

„Italien wird weit kommen. Viertelfinale, Halbfinale“, sagte Trapattoni dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Mit einem erneuten Titelgewinn der Spanier rechnet der 77-Jährige hingegen nicht. „Ich glaube nicht an Spanien. Sie machen einen kleinen Umbruch durch. Die Nummer 10 ist nicht mehr die Nummer 10. Sieben, acht Mann scharen sich auf wenigen Metern. Obwohl es dort nur nur einen Ball gibt. Es fehlt die Balance“, sagte der Italiener. „Ich hätte mehr Respekt vor Frankreich, dem Gastgeber.“ Generell glaubt die Trainerlegende: „Nur wer den Geist und den Körper Mitte Juni noch auf Topniveau hat, der wird Europameister.“

Trapattoni war Nationaltrainer Italiens (2000 bis 2004) und Irlands (2008 bis 2013). Vor dem direkten Duell seiner beiden Ex-Mannschaften am Mittwoch mahnt er die Italiener zur Vorsicht: „Irland hat einen ähnlichen Kampfgeist wie die Deutschen. Sie sind zwar fußballerisch nicht so stark wie die Topteams in Europa. Aber keiner wird sie leicht schlagen. Sie können jedem Gegner wehtun. Italien muss höllisch auf dieses großartige Gebilde aufpassen.“

Den Schweden traut Trapattoni hingegen keine Wende zum Guten mehr bei diesem Turnier zu. „Wenn Zlatan Ibrahimovic nicht trifft, wird es eng. Er ist überragend, kann aber nicht jedes Spiel allein entscheiden“, sagte Trapattoni dem RND. „Der Rest ist nicht wirklich stark. Es fehlt an großen Namen bei den Schweden.“