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Überwiegende Mehrheit nimmt Integrationskurse wahr

Die überwiegende Mehrheit der Einwanderer, die zur Teilnahme an einem Integrationskurs verpflichtet werden, kommt dieser Pflicht auch nach.

Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken-Abgeordneten Sevim Dagdelen hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Demnach meldeten sich von allen Personen, die zwischen Januar und September 2015 zur Teilnahme an einem Integrationskurs verpflichtet wurden, drei Viertel zu einem solchen Kurs an.

Zu den Gründen, warum ein Teil einen Integrationskurs nicht antritt, liegen der Bundesregierung nach eigener Aussage „keine Erkenntnisse“ vor. In einer früheren Stellungnahme nannte die Bundesregierung unter Bezug auf das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Krankheit, Schwangerschaft und Arbeitsaufnahme als mögliche Ursachen.

Die Linke im Bundestag sieht sich in ihrer Ablehnung gegenüber dem von der Großen Koalition geplanten Integrationsgesetz bestärkt, das Sanktionen bei Integrationsverweigerung vorsieht. „Bis heute kann Innenminister Thomas de Maizière keinerlei Belege für eine angebliche Integrationsunwilligkeit von Migranten oder Flüchtlingen vorlegen, die eine solche Debatte, geschweige denn Gesetzesverschärfungen rechtfertigen würden“, sagte Dagdelen, Integrationsexpertin der Linksfraktion im Bundestag, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Dagdelen spricht von einer „Hetzkampagne gegen vermeintliche Integrationsverweigerer“.