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„Unsere Mannschaft ist nicht stark genug, aber…“

Vor 40 Jahren, am 20. Juni 1976, wurde er mit einem Schuss zur Legende. Am Dienstag fiebert Antonin Panenka, EM-Held im Finale 1976 gegen Deutschland, beim Gruppenendspiel seiner Tschechen gegen die Türkei mit.

Von einer erneuten Finalteilnahme seines Heimatlandes träumt er nicht. „Ich befürchte, dass unsere Mannschaft nicht stark genug ist, um ganz weit zu kommen“, sagte der 67-Jährige dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). 1976 Europameister, 1996 Vizeeuropameister, 2016?: „Dieser 20-Jahres-Zyklus ist ein großes Thema in Tschechien“, sagte er dem RND.

Panenka, der das Endspiel der Europameisterschaft vor 40 Jahren im Elfmeterschießen mit einem frechen Lupfer entschied: „Die Gruppenphase werden wir überstehen. Aber im Achtel- oder Viertelfinale dürfte Schluss sein.“

Den verletzungsbedingten Ausfall von Kapitän Tomas Rosicky sieht der heutige Ehrenpräsident seines langjährigen Klubs Bohemians Prag, der mit den Helden von 1976 am Mittwoch vom tschechischen Präsidenten empfangen wird, für das Duell mit der Türkei nicht als Manko an: „Die anderen Spieler werden umso mehr kämpfen. Sie spielen für Rosicky! Wir müssen einfach zeigen, dass wir ohne Rosicky gewinnen können!“

Der Elfmeter, mit dem er Deutschlands Nationaltorhüter Sepp Maier im Finale von Belgrad überlistete, beschäftigt ihn noch heute: „Ich werde ständig daran erinnert. Viele fragen mich nach der EM 1976 – aus allen Generationen.“

Dem RND gestand er, den Lupfer, der als Panenka-Elfmeter in die Fußball-Geschichte eingegangen ist, schon lange vor dem Finale von Belgrad geplant zu haben: „Ich habe ihn fast jeden Tag trainiert und in Spielen erfolgreich getestet. Zwei Jahre harte Arbeit – dann kam der ganz große Erfolg bei der EM.“