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VW-Affäre: Weber lehnt Untersuchungsausschuss ab

Der Vorsitzende der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, Manfred Weber, lehnt einen Untersuchungsausschuss des EU-Parlaments zur VW-Affäre ab.

„Wir unterstützen die detaillierte Aufklärung des Skandals durch die Justiz. Ein Untersuchungsausschuss ist aber der falsche Weg, weil er die europäische Autoindustrie und eine zentrale Technologie insgesamt beschädigt“, sagte Weber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, dem 30 Tageszeitungen angehören. „ Wir dürfen nicht den Fehler machen und eine ganze Industrie und die Diesel-Technologie unter Generalverdacht zu stellen“, sagte Weber, der auch stellvertretender Vorsitzender der CSU ist. Er habe „kein Verständnis, wenn ausgerechnet die SPD einen Anti-Volkswagen-Ausschuss betreibt", betonte Weber.

Das EU-Parlament hatte am Donnerstag die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses beschlossen, der prüfen soll, ob die EU-Kommission sich ausreichend für realistische Abgastests auf der Straße eingesetzt hat. Außerdem soll untersucht werden, ob nationale Aufseher möglicherweise zu wenig unternommen haben, um den Einsatz betrügerischer Software zu unterbinden.