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Vogts kritisiert Hummels: „Kann Wechsel nicht nachvollziehen“

Ex-Bundestrainer Berti Vogts hat Nationalspieler Mats Hummels für seinen Wechsel von Borussia Dortmund zum FC Bayern München kritisiert.

„Aus familiärer Sicht kann ich seinen Wechsel verstehen. Aber Sportlich? Verstehe ich es nicht“, sagte Vogts dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Ich habe Angst, dass er bei Bayern nicht die Anerkennung bekommt, die ihm in Dortmund entgegengebracht worden ist. Dort war er Publikumsliebling. Und ob er bald eine Million Euro mehr oder weniger verdient – ist das denn so schlimm?“ Vogts fügte hinzu: „Ich hätte es besser gefunden, wenn Hummels in Dortmund geblieben wäre. Wir brauchen starke Mannschaften, die den Bayern Paroli bieten.

Mats Hummels hatte erklärt, auch deshalb zum FC Bayern zu wechseln, weil seine Familie und die seiner Frau Cathy Hummels noch immer in München leben. „Wie gesagt: Familiär kann ich das nachvollziehen. Aber er soll jetzt bitte nicht eine neue sportliche Herausforderung als Grund anführen. Die Herausforderung wäre in Dortmund ganz sicher nicht kleiner“, sagte Vogts dem RND.

Mit Blick auf Hummels nahendes Comeback im zweiten Vorrundenspiel der Fußball-EM in Frankreich sagte Vogts: „Ich mag so einen Spielertyp. Er ist wichtig in Situationen, in denen es eng wird. Spieler, die nicht immer Ja und Amen sagen. Solche Kerle muss man dann haben: Spieler, die nicht immer Ja und Amen sagen. Natürlich sind sie für einen Trainer nicht so leicht zu führen wie andere Spieler. Matthias Sammer war ein ähnlicher Typ wie Hummels. Extrem kritisch, sehr hinterfragend, man musste ihn richtig überzeugen. Spieler, die sich so sehr mit Fußball beschäftigen, muss man ausreden lassen. Sie wollen Erfolg haben.“