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Von der Leyen: 40 Prozent mehr Karriere-Interessenten dank Youtube-Serie

Seit Beginn der umstrittenen Youtube-Serie „Die Rekruten“ kommt die Bundeswehr auf eine zusätzliche sechsstellige Interessentenzahl auf ihrer Karrierewebseite.

Mehrere Privatsender prüfen eine Übernahme für deren Programm. Das berichten die Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND, Montag-Ausgaben). „Mit der Serie über die Grundausbildung auf Youtube haben wir offenbar einen Nerv getroffen“, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) dem RND. „Seit dem Start der Serie haben wir 40 Prozent mehr Zugriffe auf unsere Karriereseiten.“

Angesichts der öffentlich erhobenen Vorwürfe, mit der Serie würde auch eine verniedlichende Werbung für einen Beruf betrieben, bei dem es auch um Kriegseinsätze ginge, sagte die Ministerin: „Auch die Debatte rund um die Serie ist wichtig. Denn die Bundeswehr mit ihrem grundgesetzlichen Auftrag ist ein unverzichtbarer Teil dieser Gesellschaft.“

Ein Ministeriumssprecher wies gegenüber dem RND darauf hin, dass sich das Video „Erstkontakt Waffe“ aus der Rekruten-Serie „zum erfolgreichsten Video der Bundeswehr – ever“ entwickele. In dem Video geht es um den ersten dienstlichen Kontakt mit einer Kriegswaffe. Darin heißt es, wenn man „abkrümme“, also auf jemanden schieße, müsse man wissen: „Meistens ist der dann tot“.

 Gerade weil der Soldatenberuf „kein Beruf wie jeder andere ist, müssen wir uns mehr als andere Arbeitgeber anstrengen, junge Menschen für eine Karriere in der Bundeswehr zu interessieren“, sagte die Ministerin.Man wolle und müsse sich deshalb auf Augenhöhe mit den Jugendlichen, der Zielgruppe für die Bundeswehr, begeben. Mit dieser neuen „Arbeitgeberstory“ wolle man auch zeigen, dass man weiterkomme, wenn man Verantwortung übernehme, sagte ein Ministeriumssprecher. Für die Jahre nach 2020 rechnet die Bundeswehr aufgrund des demografischen Knicks bei der Bevölkerungsentwicklung mit starken Problemen bei der Gewinnung von Rekruten und Fachleuten.