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Von der Leyen: Aussetzen der Wehrpflicht hat der Bundeswehr gut getan

Für Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen gehört die Wehrpflicht der Geschichte an.

„Eine Rückkehr zur Wehrpflicht brächte uns aktuell überhaupt keinen Mehrwert“, sagte sie in einem Interview mit den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland, RND. Sie könne nicht erkennen, dass sich die Sicherheitslage absehbar wieder in Richtung Wehrpflicht entwickle. Das Aussetzen der Wehrpflicht habe der Bundeswehr „gut getan“, meinte Ursula von der Leyen. „Sie hat sich seitdem stark modernisiert, um junge Menschen zu gewinnen und Fachkräfte zu halten.“ Im Ergebnis sei die Truppe gut aufgestellt mit den jungen Menschen, die freiwillig kämen, um ihren Beruf mit hoher Professionalität auszuüben. „Ganz abgesehen davon, dass uns die Kapazitäten für eine breite Grundausbildung hunderttausender junger Männer und Frauen fehlten“, ergänzte die Ministerin.

Gleichzeitig betonte die Ministerin, dass die Bundeswehr mehr Frauen und Bewerber mit Migrationshintergrund brauche, um weniger verstaubt und gestrig zu wirken. Es tue der Bundeswehr gut, wenn sie für Frauen genauso interessant werde wie für Männer. Dabei gehe es auch um neue positive Perspektiven. „Je homogener eine Gruppe ist, desto eindimensionaler der Blick auf Risiken und Chancen“, sagte die Ministerin.