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Wirtschaft begrüßt Gespräch von Seehofer mit Putin

Die Deutschen Wirtschaft begrüßt das umstrittene Gespräch des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Andrea Metz, Sprecher des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, sagte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): "Fragen des deutsch-russischen Verhältnisses lassen sich nur klären, wenn weniger übereinander und mehr miteinander gesprochen wird. Wir begrüßen daher die Initiative von Horst Seehofer, den Dialog mit Russland jetzt neu zu beleben.“ Der Ost-Ausschuss hofft auf einen schrittweisen Abbau der Wirtschaftssanktionen gegen Russland. “Wir brauchen im Interesse aller Seiten ein Signal, dass die Sanktionen nicht in Stein gemeißelt sind."

Die deutschen Exporte nach Russland seien 2015 um sechs Milliarden Euro oder umgerechnet 25 Prozent eingebrochen. Rund 400 von 6.000 deutschen Unternehmen hätten sich allein im vergangenen Jahr vom russischen Markt zurückgezogen. Aber auch in vielen weiteren Ländern der Region seien derzeit zweistellige Exportverluste zu verkraften, einschließlich der Ukraine. „Die Sanktionen tragen dazu bei, dass sich die Konjunkturaussichten in ganz Osteuropa weiter eintrüben und Investoren sich zurückhalten. Ihr schrittweiser Abbau könnte zu einer positiven Dynamik im Minsk-Prozess beitragen und der Wirtschaft die Zuversicht zurückgeben, sich in der Region zu engagieren.“

Der Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft ist das Gemeinschaftsorgan der Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft zur Interessenvertretung deutscher Unternehmen in Osteuropa. Vorsitzender ist Wolfgang Büchele, Chef der Linde AG.