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Zugunglück von Bad Aibling: Bahnmechanismus in Stellwerk fehlte

Das Zugunglück von Bad Aibling mit zwölf Toten hätte womöglich verhindert werden können. Das geht aus Informationen des Fahrgastverbandes Pro Bahn hervor.

Das Zugunglück von Bad Aibling mit zwölf Toten hätte womöglich verhindert werden können – wäre das dortige Stellwerk mit einem Standardmechanismus ausgerüstet gewesen, der den Fahrdienstleiter vor seinem tödlichen Fehlgriff gewarnt hätte. Nach Informationen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) fehlt dort aber diese Vorrichtung. „Wir haben erfahren, dass dort ein Melder nicht eingebaut ist, der einmal eingestellte Fahrstraßen anzeigt“, sagte Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbandes Pro Bahn, dem RND. Gerade bei eingleisigen Strecken sei diese Anzeige aber Standard, so Naumann. Sie hätte im Fall Bad Aibling dem Fahrdienstleiter signalisiert, dass er den Abschnitt bereits für einen Zug freigegeben hat und somit verhindert, dass er auch für die Gegenrichtung grünes Licht gab.

Von Donnerstag an steht der Fahrdienstleiter in Traunstein vor Gericht. Die Anklage wirft ihm vor, das Unglück vom 9. Februar verschuldet zu haben, weil er sich von einem Computerspiel ablenken ließ und aus Unaufmerksamkeit die beiden Züge auf eine eingleisige Strecke schickte.