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Nur ein Bruchteil des Baulandes wird Sozialbau

2017 hat der Bund insgesamt 1475 Immobilien veräußert. Obwohl etwa 4,5 Millionen Sozialwohnungen fehlen, sollen nur 0,5 Prozent der Liegenschaften dem Sozialbau zu Gute kommen. Linke-Vizefraktionschefin Caren Lay fordert deutlich mehr Engagement für den sozialen Wohnungsbau.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hat im vergangenen Jahr 1475 bundeseigene Wohnungen, Häuser und Grundstücke an private Investoren verkauft. Das geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Fraktion der Linken im Bundestag hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.
Laut Ministerium sollen sieben der verkauften Liegenschaften verbilligt in 334 Sozialwohnungen umgewandelt werden – das entspricht einem Anteil von knapp 0,5 Prozent aller Verkäufe. 2016 lag der Anteil nur unwesentlich höher bei 0,6 Prozent.
Linken-Vizefraktionschefin Caren Lay kritisierte die niedrige Quote. „Angesichts des weiter wachsenden Bedarfs an Sozialwohnungen müssen deutlich mehr Anstrengungen unternommen werden, Bauland für den sozialen Wohnungsbau abzugeben“, sagte die Linken-Politikerin. Lay nannte das Vorgehen der Bundesregierung „inakzeptabel“.
In Deutschland fehlen zurzeit nach Schätzungen von Verbänden der Wohnungsbranche rund 4,5 Millionen Sozialwohnungen.