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Martin Schulz verteidigt Interview-Äußerung von Sigmar Gabriel

In der Debatte um eine Interview-Äußerung von Sigmar Gabriel hat SPD-Chef Martin Schulz seinen Parteifreund in Schutz genommen.

„Sigmar Gabriel hat doch eigentlich eine Banalität ausgesprochen: Martin Schulz kann nicht unter Angela Merkel Kanzler werden. Deshalb wollen wir sie ja ablösen“, sagte Schulz im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Die Deutung, wonach Gabriel für die SPD das Ziel aufgegeben habe, bei der Wahl stärker als die Union zu werden, bezeichnete Schulz als „Interpretation“ der Medien. „Sigmar Gabriel hat gesagt, er will die große Koalition nicht fortsetzen. Das will ich auch nicht. Wo ist das Drama?“

Schulz bekräftigte sein Ziel, die SPD zur stärksten Partei zu machen. „Mein Ziel ist und bleibt es, Kanzler der Bundesrepublik Deutschland zu werden, mit der SPD als stärkster Partei“, sagt er. „Dafür kämpfen Sigmar Gabriel, ich und die gesamte SPD jeden Tag 24 Stunden.“

Auch Sigmar Gabriel selbst verteidigte im Gespräch mit dem RND seine Äußerungen. „Das alles ist wirklich ein journalistischer Zirkus, der nachts um 3 Uhr wirre Meldungen absetzt, um sich bekannt zu machen“, sagte Gabriel dem RND. Er finde den Anspruch von Martin Schulz auf die Kanzlerschaft richtig, betonte der Außenminister. „50 Prozent der Wähler haben sich nicht entschieden, und beim TV-Duell wird es 20 Millionen Zuschauer geben. Martin Schulz und die SPD haben alle Chancen, weil Angela Merkel bei diesem Duell nicht mehr ausweichen kann.“