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Michael Stübgen soll Ostbeauftragter der Bundesregierung werden

Der Brandenburger CDU-Politiker Michael Stübgen soll neuer Ostbeauftragter der Bundesregierung werden. Dies erfuhr das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) aus Kreisen der Christdemokraten.

Der brandenburgische CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Stübgen soll als Parlamentarischer Staatssekretär neuer Ostbeauftragter der Bundesregierung werden. Dies erfuhr das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Mittwoch) aus CDU-Kreisen. Demnach ist ein Vorschlag der Abgeordneten aus den ostdeutschen Bundesländern von der CDU-Vorsitzenden und Bundeskanzlerin Angela Merkel akzeptiert worden. Der 58-jährige Baufacharbeiter und Theologe Stübgen gehört dem Bundestag seit 1990 an und ist Experte in Europa- und Energiefragen. Er leitete zuletzt die EU-Arbeitsgruppe in der Unionsfraktion. Bei der Bundestagswahl hatte Stübgen trotz eines Verlustes von elf Prozent und starker AfD-Gewinne sein Direktmandat im Wahlkreis 65 (Elbe-Elster-Oberspreewald-Lausitz II) verteidigt.  Die Besetzung des Ostbeauftragten sei „keine Ossi-Jammerei, sondern eine selbstbewusste Interessenvertretung“ sagte zuletzt Thüringens CDU-Partei- und Fraktionschef Mike Mohring. Momentan besetzt noch die SPD-Politikerin Iris Gleicke das Amt der Beauftragten.

Das von Angela Merkel vorgestellte Personaltableau für ein mögliches neues GroKo-Kabinett sieht nach dem Ausscheiden von Johanna Wanka (Bildung) und Thomas de Maizière (Innen) derzeit keinen Minister aus den neuen Ländern vor. Das hatte zuletzt auf dem CDU-Bundestag für Proteste ostdeutscher CDU-Politiker geführt.

Im Zuge der Kabinettsvorabsprachen zwischen CDU, CSU und SPD haben die Sozialdemokraten nicht nur das Wirtschaftsministerium, sondern auch die Zuständigkeit für den Ostbeauftragten verloren.