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Aktionärsschützer: Aufsichtsrat muss VW-Vorstand zur Rechenschaft ziehen

Die Aktionärsschützer in Deutschland haben die Mitglieder des VW-Aufsichtsrats aufgefordert, auf der heutigen außerordentlichen Sitzung „schonungslose Aufklärung“ vom Vorstand über die jüngsten Manipulations- und Kartell-Vorwurf bei den deutschen Automobilbauern zu verlangen.

Ulrich Hocker, Präsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DWS), sagte den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND): „Der Aufsichtsrat muss dafür sorgen, dass der Schaden für das Unternehmen und für Aktionäre so gering wie möglich ausfällt.“ Dazu gehöre auch, sofern sich die Berichte über einen möglichen Kartellverstoß bewahrheiteten, „den Vorstand persönlich zur Rechenschaft zu ziehen“. Zum Aufsichtsrat von VW gehört auch der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD).

DWS-Präsident Hocker zeigte sich überzeugt davon, „dass es nicht mehr die Frage ist, ob eine Strafanzeige gestellt wird, sondern nur noch wann.“ Bei möglichen Strafzahlungen sei es leider üblich, dass eventuelle Straf- und Schadenersatzzahlungen in Milliardenhöhe bei den Aktionären hängen blieben statt bei den Managern, die die Entscheidungen getroffen hätten, meinte Hocker.