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Nach Karriereende: Kevin Kuranyi kritisiert Löw

Der Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi spricht im Exklusiv-Interview offen über den Fehler, der sein Leben veränderte.

Eine Woche nach seinem Karriereende blickt Ex-Fußball-Nationalspieler Kevin Kuranyi mit Wehmut auf sein unrühmliches Aus im Nationalteam. „Diese Stadionflucht ist das, was den Leuten scheinbar über mich im Kopf hängen geblieben ist. Und das ist schade, weil es ja doch noch ein bisschen mehr gab in meiner Karriere“, sagte er dem Fußballportal Sportbuzzer. Kuranyi hatte beim Länderspiel gegen Russland 2008 gefrustet das Stadion verlassen, nachdem er zuvor von Bundestrainer Joachim Löw erfahren hatte, dass er nicht im Kader steht und auf der Tribüne Platz nehmen muss.

Sein Verhalten bereut er heute. „Mit den Folgen habe ich mich aber arrangiert. Jeder Mensch macht Fehler. Es war eine Entscheidung, die ich aus der Emotion getroffen habe, ohne viel nachzudenken.“

Dass er anschließend bei Löw keine Chance mehr erhielt? Kuranyi: „Herr Löw hat seine Art zu entscheiden und die muss man akzeptieren. Bei einigen wird ein Auge zugedrückt, bei anderen nicht. Ich habe mich entschuldigt, mehr konnte ich von meiner Seite nicht tun. Vielleicht 50 Tore in einer Saison schießen. Aber ich glaube, auch das hätte nichts mehr geändert“, sagte er dem Sportbuzzer.

„Heute kannst du nicht mal um die Ecke einen Döner essen, ohne dass es überall im Internet steht.“

Nach seiner Karriere will der heute 35-Jährige junge Spieler beraten. Dabei sieht er vor allem einen Unterschied zu seiner Zeit als junger Fußballprofi beim VfB Stuttgart. Wenn man heute ein 16- oder 17-jähriges Toptalent sei, „verdient man sehr schnell sehr viel Geld, wird sofort nach oben, zum Star, gepusht. Das ist ganz gefährlich“, sagt Kuranyi. „Wenn man früher als junger Spieler mal einen dummen Spruch gebracht hat oder etwas frecher gespielt hat, hat man das von den Älteren auch zu spüren bekommen. Da haben einem schon mal die Knochen wehgetan. Heutzutage muss man immer aufpassen, dass keiner dem anderen wehtut, weil irgendein großes Talent für die Zukunft dabei ist.“

Auch das Verhalten in der Öffentlichkeit war früher einfacher. „Man hat und musste viel weniger aufpassen. Ich bin früher manchmal bis in die Morgenstunden feiern gegangen. Heute kannst du nicht mal um die Ecke einen Döner essen, ohne dass es am nächsten Tag überall im Internet steht.“

Das Ganze Interview lesen Sie im Fußballportal Sportbuzzer.