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Drogenbeauftragte warnt vor Verbreitung von „Billigalkoholika“

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, warnt vor Billig-Bier und –Schnaps in Deutschland. „Wir sollten darüber sprechen, ob Preise von weniger als 20 Cent für einen halben Liter Bier oder weniger als vier Euro für Spirituosen sein müssen“, sagte die CSU-Politikerin dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Mittwochausgaben).

„Gerade Billigalkoholika spielen beim Komasaufen eine Rolle.“ Billigangebote hätten „nichts mehr mit Genuss zu tun“, sondern würden auf Masse zielen. „Und genau das wollen wir beim Alkohol ja schließlich verhindern. Alkohol ist kein Lebensmittel, sondern im besten Fall ein Genussmittel“, so Mortler. Die Drogenbeauftragte äußerte sich vor der Vorstellung des neuen „Jahrbuchs Sucht“ am (heutigen) Mittwoch.

Alkoholmissbrauch ist nach Mortlers Worten unverändert „eine der großen Herausforderungen unserer Gesellschaft“. „‎Jedes Jahr sterben allein in Deutschland zehntausende Menschen an den Folgen ihres Alkoholkonsums“, so Mortler weiter. „Knapp acht Millionen Menschen trinken so viel, dass sie damit ihre Gesundheit gefährden, und rund 2,65 Millionen Kinder wachsen mit mindestens einem alkoholkranken Elternteil auf.“

Um dies zu ändern, müsse mehr gegen „die Omnipräsenz von Alkohol“ unternommen werden. „Permanentes Angebot schafft einfach Nachfrage“, beklagte Mortler. „Ob an der Tankstelle, bei Familienfeiern oder auf Werbeplakaten – nahezu überall wird uns Alkohol „schmackhaft gemacht.“