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Gladbeck-Geiselnehmer Rösner Therapie begonnen

Der Haupttäter des Gladbecker Geiseldramas, Hans-Jürgen Rösner, befindet sich seit November vergangenen Jahres in der Justizvollzugsanstalt Aachen in einer Einzeltherapie. Rösners vorherige Weigerung, galt bisher als größtes Hindernis für eine Perspektive auf Entlassung

Dies erfuhr das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) aus Justizkreisen. Rösner ist demnach seit dem 2. November einmal wöchentlich im Gespräch mit einem externen Therapeuten, die Behandlung ist auf insgesamt 40 Stunden angesetzt. Die Therapie sei „gut gestartet“, heißt es in Justizkreisen.
Rösners vorherige Weigerung, eine Therapie einzugehen, galt bisher als größtes Hindernis für eine Perspektive auf Entlassung. In den Gesprächen geht es nach Informationen des RND nicht um eine detaillierte Analyse von Rösners Kriminaldelikt, sondern um eine allgemeine Vorbereitung eines Lebens ins Freiheit. In Haft arbeitet Rösner zudem tagsüber als Vorarbeiter in einer Werkhalle und erhält für seine Tätigkeit gute Bewertungen. So gilt er als Beurteilungen zufolge als „verlässlich“ und „teamfähig“.    
Rösner, der 1988 gemeinsam mit Dieter Degowski eine Gladbecker Bank ausgeraubt hat, befindet sich seitdem im Gefängnis. Während der Tat töteten die Geiselnehmer zwei Menschen. Rösners Komplize Degowski wurde vor wenigen Wochen vorzeitig entlassen.
In einem zweiteiligen Film werden aktuell die Ereignisse von Gladbeck in der ARD gezeigt. Rösner verfolge die Berichterstattung um seine Person mit großer Aufmerksamkeit, sagte sein Anwalt Rainer Dietz dem RND. Per einstweiliger Verfügung hatte Rösner zunächst versucht, die Ausstrahlung des Films zu verhindern. Nun wolle er danach entscheiden, ob er rechtliche Schritte gegen die Verwertung des Films einlegt, sagte Dietz.