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Thierse übt scharfe Kritik an VW-Managergehältern

Der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse hat die gestiegenen Managergehälter bei Volkswagen kritisiert. „Wenn ein Vorstandschef gut das 200-Fache dessen einnimmt, was ein Facharbeiter verdient, wenn – wie bei VW – der Managerbonus um das 600-Fache höher ist als der seiner Mitarbeiter, dann ist das nicht anständig“, schreibt der SPD-Politiker in einem Gastbeitrag für das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Mittwochausgaben).

Gleichzeitig führe die Gesellschaft eine Debatte darüber, ob die Mittel der Tafeln für alle Bedürftigen reichen. „Wir lesen über exorbitante Managerboni und gleichzeitig über den Dieselskandal, über Tierversuche, und über die Weigerung des VW-Konzerns, aus seinen Milliardengewinnen wenigstens teilweise die Umrüstung von Dieselmotoren zu finanzieren“, fügte Thierse hinzu.

Dem VW-Konzern zufolge summieren sich die Bezüge der zehn obersten VW-Manager – einschließlich der ausgeschiedenen Christine Hohmann-Dennhardt – im Jahr 2017 auf 50,3 Millionen Euro. 2016 waren es 39,5 Millionen Euro. Das Gehalt von Vorstandschef Matthias Müller stieg von 7,25 Millionen auf 10,1 Millionen Euro pro Jahr.