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Grünen-Chef Özdemir pocht auf Umsetzung des Pariser Klimaabkommens

Grünen-Chef Cem Özdemir fordert von den Teilnehmerstaaten des heute beginnenden G7-Gipfels auf Sizilien eine verbindliche Zusage zum Pariser Klimaabkommen. „Wir erwarten ein klares Bekenntnis zur schnellen Umsetzung des Pariser Klimaabkommens und einen konkreten Plan, wie die G7-Staaten den versprochenen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas gestalten werden“, sagte Özdemir dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Der Grünen-Politiker fordert von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Wort zu halten: „Vor zwei Jahren hatten die G7 auf ihrem Gipfel in Deutschland wenigstens verbal das Ende des Kohlezeitalters eingeläutet. Doch die Bundesregierung nimmt ihre eigenen Klimaschutzziele nicht mehr ernst“, sagte Özdemir dem RND. Zudem stelle US-Präsident Donald Trump eine existenzielle Gefahr für den globalen Klimaschutz dar. „US-Präsident Trump macht keinen Hehl daraus, dass Klimaschutz für ihn ein störendes Fremdwort ist"

"Diese Sorglosigkeit im Umgang mit unseren Lebensgrundlagen ist verantwortungslos“, sagte Özdemir im Gespräch mit dem RND und betonte: „Klimaschutz darf nicht zur Fußnote verkommen. Wir sind die erste Generation, die die Auswirkungen der Klimakrise zu spüren bekommt, und die letzte, die sie noch aufhalten kann. Dieser Verantwortung müssen die G7-Staaten heute nachkommen.“

Vor zwei Jahren hatte sich die Staatengemeinschaft erstmals auf eine Begrenzung der Erderwärmung auf unter zwei Grad geeinigt. Die neue US-Regierung stellt das Abkommen jedoch infrage. US-Präsident Trump hat sich bislang nicht festgelegt, ob die USA Vertragspartei des Pariser Abkommens bleiben werden. Die von der Vorgängerregierung unter Barack Obama festgelegten US-Klimaziele sind Trump zu hoch.