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Caritas fordert Lockerung des Kooperationsverbots

„Wir fordern eine Lockerung des Kooperationsverbots, damit eine gemeinschaftliche Förderung von freiwilligem bürgerschaftlichen Engagement möglich wird“, betonte Neher.

Der Deutsche Caritasverband fordert anlässlich des heutigen internationalen Tages des Ehrenamtes vom Bund mehr Unterstützung für bürgerschaftliches Engagement in Deutschland. Dazu müsse der Bund in die Lage versetzt werden, Geld direkt in die Freiwilligenzentren der Wohlfahrtsverbände zu investieren, wo der Einsatz der Ehrenamtlichen organisiert werde, sagte Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Dienstagausgaben). „Wir fordern eine Lockerung des Kooperationsverbots, damit eine gemeinschaftliche Förderung von freiwilligem bürgerschaftlichen Engagement möglich wird“, betonte Neher. Dabei sollten bereitgestellte Mittel mit vertretbarem Verwaltungsaufwand abgerufen werden können.

 

Anlässlich des heutigen internationalen Tages des Ehrenamtes und des zeitgleichen zweiten Deutschen Engagement-Tages erinnerte der Caritas-Präsident an die Bedeutung des freiwilligen Dienstes an der Gesellschaft: „Tagtäglich setzen sich viele tausend ehrenamtlich und freiwillig Tätige für Vielfalt und gegen Radikalisierung in unserer Gesellschaft ein“, sagte Neher, „ in Freiwilligenzentren, in Jugend- und Seniorenbüros, in Mehrgenerationenhäusern, Stadtteilzentren oder in Pflegestützpunkten“. Um diese Einsätze besser planen und koordinieren zu können, bedürfe es mehr staatlicher Unterstützung. „Über reine Projektförderung hinaus kann Ehrenamt nur über eine verlässliche langfristig gesicherte, nachhaltige Förderung bestehen. Dies muss eine kommunale Pflichtaufgabe im Rahmen der Daseinsvorsorge werden“, forderte Neher.