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Atomwaffentest: CDU-Außenexperte Hardt fordert Isolation Nordkoreas durch UN

Nach dem erneuten Atomwaffentest Nordkoreas fordern Außenpolitiker aus Union, SPD und Grünen ein entschlossenes internationales Vorgehen gegen das Regime in Pjöngjang.

„Der nordkoreanische Diktator ignoriert alle Warnsignale der Völkergemeinschaft und setzt sein aggressives Atomrüstungsprogramm fort“, sagte Jürgen Hardt, außenpolitischer Sprecher der Union im Bundestag, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Das letzte Zwangsmittel der UN wäre eine weitere Verschärfung der Sanktionen bis hin zur völligen wirtschaftlichen Isolation Nordkoreas durch alle anderen Staaten, allen voran durch China. Das erwarte ich nun vom UN-Sicherheitsrat“, sagte Hardt.

SPD und Grüne mahnen zur Geschlossenheit. Niels Annen, Außenpolitik-Experte der SPD im Bundestag, warnte die Regierung in Washington vor Alleingängen. „Die internationale Gemeinschaft hat bisher in seltener Geschlossenheit auf die Provokationen Kims reagiert – US-Präsident Trump sollte dies nicht durch unabgestimmtes Agieren gefährden“, forderte Annen gegenüber dem RND. „Wichtig ist vor allem das Gespräch der USA mit den Chinesen, die mit dem jüngsten Test erneut von Pjöngjang düpiert worden sind“, betonte der SPD-Politiker.

Omid Nouripour, außenpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, spricht von einer „zum Zerbersten“ angespannten Lage im südostasiatischen Raum. „Das derzeit Wichtigste ist der Schulterschluss mit Peking, das auch kein Interesse an einer militärischen Eskalation vor der eigenen Haustür hat“, sagte Nouripour dem RND.