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AfD will Kirchen Rechte nehmen

Führende AfD-Vertreter wollen den Status der großen Kirchen in Deutschland abschaffen. Demnach sollen sie keine Körperschaften des öffentlichen Rechts mehr sein.

Der niedersächsische Landesvorsitzende Armin-Paul Hampel beantragt einen Parteitagsbeschluss, nach dem der evangelischen und katholischen Kirche der Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts entzogen werden solle. Daran ist unter anderem der Religionsunterricht und der Einzug der Kirchensteuer geknüpft. Das Antragsbuch für den Bundesparteitag am 22./23. April in Köln liegt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vor.  Hampels Begründung: Durch die Duldung des Kirchenasyls in einer Anzahl von Gemeinden hätten die Kirchen das staatliche Gewaltmonopol missachtet. Ein ähnlicher Antrag (WP85) kommt von Kay Gottschalk, einem Vertrauten des NRW-Landesvorsitzenden Marcus Pretzell, dem Ehemann von Parteichefin Frauke Petry. Gottschalk fordert den staatlichen Zuschuss zu den Gehältern der Bischöfe abzuschaffen. Seine Begründung: „Die Vertreter der christlichen Kirchen haben durch ihre einseitigen Stellungnahmen und Handlungen gegen die Positionen  der AfD jegliches Anrecht auf Unterstützung durch ein demokratisch organisiertes Gemeinwesen verwirkt.“