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Arbeitgeberpräsident Kramer: IG-Metall-Arbeitszeit-Forderung „völlig weltfremd"

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer wirft der IG Metall im Tarifstreit in der Metall- und Elektroindustrie Realitätsverlust vor.

„Die Vorstellungen der IG Metall sind völlig weltfremd“, sagte Kramer dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Donnerstag). „Die Metall- und Elektroindustrie leidet schon heute unter Fachkräftemangel. Wenn es jetzt zu Arbeitszeitverkürzungen kommt, wird es dieser wichtigen Branche in Zukunft nicht mehr so gut gehen wie heute.“

Die Funktionäre der IG Metall würden übersehen, „dass es mit der 28-Stunde-Woche schwer wäre, Kundenwünsche mit Blick auf Preis, Qualität und Liefertermine zuverlässig zu erfüllen“. Es gehe in dieser Branche nicht allein um Großkonzerne mit 10.000 Beschäftigten, sondern auch um den 80-Mann-Betrieb: „Der kommt mit weiterer Arbeitszeitreduzierung in schwieriges Fahrwasser“, sagte Kramer. Arbeitgeber und IG Metall hatten am Mittwoch ihre Tarifverhandlungen für die rund 3,9 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie begonnen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem, dass Mitarbeiter ihre Wochenarbeitszeit künftig vorübergehend auf 28 Stunden reduzieren können – etwa, wenn sie kleine Kinder haben oder Angehörige pflegen.